Meningokokken

ErregerNeisseria meningitidis (Meningokokken)
ÜbertragungTröpfcheninfektion (über Speichel beim Niesen / Husten / Reden/ Küssen / Händeschütteln /…)
Krankheitsverlauf

Eine Meningokokken-Infektionen verläuft in ca. zwei Dritteln als Mengitis (Gehirnhautentzündung) und in ca. einem Drittel aller Fälle als Sepsis (Blutvergiftung), teils treten auch Mischformen auf.

  • Zunächst unspezifische Beschwerden im Nasen-Rachen-Raum
  • Unspezifische grippeähnliche Symptome: Kopfschmerzen, Fieber, Schüttelfrost, Schwindel
  • Großflächige Hautausschläge (petechiale oder makulopapulöse Exantheme) oder Hauteinblutungen
  • In wenigen Stunden kann sich ein schweres, lebensgefährliches Krankheitsbild entwickeln
  • bei Meningitis: Erbrechen, Nackensteifigkeit, Reizbarkeit, Schläfrigkeit, Regungslosigkeit
  • bei Sepsis: Blutdruckabfall, lebensbedrohliche Blutgerinnungsstörung, Organversagen

Komplikationen
  • bei 10-20% aller Betroffenen kommt es zu Komplikationen
  • bei Meningitis: Krampfanfälle, Hirnnervenlähmungen,  Hydrozephalus (Wasserkopf), Einschränkung des Intellekts, Taubheit
  • bei Sepsis: schwere Organschäden, Nekrosen die bis zur Amputation führen können, septischer Schock bei 10-15%, Letalität bei septischem Schock 33%
  • Insgesamt in 7% aller Fälle tödlich