FAQ über COVID-19 und Impfung

Wie lange ist die normale Nachbeobachtungszeit im Impfzulassungsverfahren? 

Eine Verkürzung der Nachbeobachtungszeit auf 2 Monate (im Minimum) ist möglich bzw. die Verlegung der Nachbeobachtung in die Zeit der klinischen Anwendung („Phase 4“). Die klinische Nachbeobachtung erfolgt stetig und kontinuierlich. 

Die normale Nachbeobachtung dauert ca. 1-2 Jahre. Mögliche Nebenwirkungen treten i.d.R. aber bereits in den ersten 6-8 Wochen auf. 

 

Quelle:, www.ema.europa.eu 

Wie wird sichergestellt, dass bei der schnellen Entwicklung des Impfstoffes die geltenden Bestimmungen, denen andere Impfstoffe unterliegen, eingehalten wurden?  (Es handelt sich um eine Notfallzulassung und ein verkürztes Verfahren, anders als bei Impfseren in der Vergangenheit.) 

In Europa wurde der Impfstoff nicht per Notfallzulassung zugelassen, sondern es wurde ein beschleunigtes Verfahren angewendet. Das heißt es gelten die EMA-Kriterien, wie bei den anderen Impfstoffen auch. 

 

Siehe RKI: „Rolling review“, https://www.pei.de/DE/newsroom/hp-meldungen/2020/201006-ema-hat-zweites-rolling-review-verfahren-covid-19-impfstoff-fuer-europa-gestartet.html

 

Durch Beratung von Unternehmen zu regulatorischen Anforderungen wird sichergestellt, dass die Qualitäts-, Sicherheits- und Wirksamkeitsstandards frühzeitig in den Prozess eingebettet wurden - nach der EU-Arzneimittelgesetzgebung. Außerdem muss der Antragstellende fürs Inverkehrbringen des Impfstoffes zusätzlich Daten nach der Genehmigung vorlegen → weitere Sicherung der Sicherheit/Qualität/Wirksamkeit sowie Überwachung und Beobachtungsstudien nach dem Pharmacovigilance plan of the EU Regulatory Network for COVID-19 vaccines 

Welche Nebenwirkungen sind bisher aufgetreten und schon bekannt?
Kann es zu Protein Ablagerungen in verschiedenen Organen kommen?
Wie wahrscheinlich sind negative Langzeitfolgen und wie könnten diese aussehen? 

Wie bei der Zulassung anderer neuer Impfstoffe auch, beruht der Nachweis der Sicherheit der COVID-19-Impfstoffe in randomisierten kontrollierten Studien auf Beobachtungen einer begrenzten Anzahl von Personen, die den Impfstoff erhalten haben. Unter Berücksichtigung der geimpften Studienpopulation in der BNT162b2-Zulassungsstudie (n=21.700) wird ein unerwünschtes Ereignis, das mit einer Häufigkeit von größer als 1:1.000 auftritt, mit einer über 95 %-igen Wahrscheinlichkeit erkannt. Die Erfassung von selteneren Nebenwirkungen, verzögert auftretenden Komplikationen und von Langzeiteffekten ist nur in pharmakoepidemiologischen Studien nach der Zulassung der Impfstoffe möglich. Jeder Impfstoff wird in diesem Sinne mit einem kleinen Restrisiko zugelassen, wobei der erwartete Nutzen klar den möglichen Risiken überwiegen muss.

    - Die Ärzteschaft ist nach IfSG verpflichtet, den Verdacht auf eine Impfkomplikation (d.h. eine über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehende Reaktion im zeitlichen Zusammenhang mit einer Impfung) namentlich an das Gesundheitsamt zu berichten. 

   - Falls Krankheitsereignisse nach einer Impfung häufiger auftreten als erwartet, müssen weiterführende Untersuchungen oder gezielte Studien durchgeführt werden.
 
→ Unerwünschte Folgen werden in Studien zu 95% erkannt und würden als Ausschlusskriterium gelten, alle anderen, sehr seltenen Folgen können erst erhoben werden und auf ihre Korrelation zur Covid-19 Impfung geprüft werden, wenn eine breite Masse an Menschen geimpft wurde. Deshalb wird sichergestellt, dass eine Langzeitüberwachung gegeben ist.
 

Quelle: Mitteilung der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut Beschluss der STIKO für die Empfehlung der COVID-19-Impfung und die dazugehörige wissenschaftliche Begründung STIKO-Empfehlung zur COVID-19-Impfung – 14.01.2021 

 

Hervorzuheben ist, dass auch sehr seltene Nebenwirkungen, wie der kürzlich gemeldete, mögliche Zusammenhang von Sinusvenenthrombosen zum Impfstoff von AstraZeneca, in wenigen Tagen nach der Impfung auftritt. Es handelt sich also nicht um eine Langzeitwirkung, sondern eine mögliche Nebenwirkung, die nur in geringer Anzahl auf Millionen Impfdosen aufritt.

 

→ Beispiel vorübergehendes Aussetzen der Impfungen mit AstraZeneca Die Sicherheitsbewertung durch den Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) bestätigt das positive Nutzen-Risiko-Verhältnis des COVID-19-Impfstoffs von AstraZeneca. Als Warnhinweis zur Risikominimierung wird in die Fach- und Gebrauchsinformation aufgenommen, dass in sehr seltenen Fällen spezielle Thrombosen im Zeitraum bis zu 16 Tagen nach Impfung auftreten können. Aufgrund der positiven Sicherheitsbewertung der EMA wird Deutschland die Impfung mit dem COVID-19-Impfstoff AstraZeneca ab dem 19.03.2021 wieder aufnehmen. Impfwillige werden vorab über die o.g. Fälle aufgeklärt. Nach Begutachtung der vorliegenden Daten kam die EMA zu dem Schluss, dass der Nutzen der Impfung weiterhin die Risiken überwiegt und die Impfungen fortgesetzt werden können. Sofern ein kausaler Zusammenhang besteht, handelt es sich hierbei um eine sehr seltene mögliche Impfkomplikation. Des Weiteren sind mittlerweile alle Impfärzt*innen über einen sog. „Rote Hand-Brief“ des PEIs über das mögliche Risiko von Gerinnungsstörungen und Thrombozytopenie informiert, um entsprechend vorbereitet sein zu können. Über Symptome dieser möglichen Komplikation werden Sie vor einer Impfung ebenfalls eingehend informiert.


Quelle: https://www.pei.de/DE/newsroom/hp-meldungen/2021/210319-covid-19-impfstoff-astrazeneca-ergebnis-sicherheitsbewertung-impfstoff-ist-sicher.html;jsessionid=F0C2C5899E60A3CA26A0A32EB708EDAD.intranet241?nn=221090

Was passiert, wenn jemand, der aktuell mit SARS-CoV-2 infiziert ist, geimpft wird? Hat das Auswirkungen auf die Nebenwirkungen/ die Wirksamkeit der Impfung?  

Die bislang vorliegenden Daten geben keinen Hinweis darauf, dass die Impfung nach bereits unbemerkt durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion eine Gefährdung darstellt. Das Nebenwirkungsspektrum bei 545 Probanden, die den mRNA-Impfstoff Comirnaty (BNT162b2) von BioNTech/Pfizer erhielten und zu Beginn der Behandlung seropositiv für SARS-CoV-2 waren, war ähnlich wie in der gesamten Studienpopulation. In der Phase-3-Studie, die die Wirksamkeit und Sicherheit von mRNA-1273 (Moderna) untersuchte, erhielten 343 Teilnehmer*innen, die entweder PCR-positiv oder seropositiv waren, den Impfstoff und wiesen im Durchschnitt weniger Nebenwirkungen auf als seronegative Teilnehmer*innen.

Entsprechend der STIKO-Empfehlung muss vor Verabreichung einer COVID-19-Impfung das Vorliegen einer akuten asymptomatischen oder unerkannt durchgemachten SARS-CoV-2- Infektion nicht labordiagnostisch ausgeschlossen werden.

 

Quelle: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/gesamt.html

Können Autoimmunerkrankungen durch die Eigenproduktion der Virusproteine entstehen? (Autoimmunerkrankungen gehören  zu den befürchteten Folgen von Impfungen.) 

Autoimmunerkrankungen können als Langzeitfolgen von Impfungen sowie auch von Virusinfektionen auftreten. Bisher gibt es allerdings keine Anhaltspunkte dafür, dass es infolge von Impfungen gegen COVID-19 zu derartigen Langzeit-Nebenwirkungen kommt. 

Generell kann das Risiko, dass es als Langzeit-Nebenwirkung der neuen mRNA-Impfstoffe zu derartigen Komplikationen kommt, jedoch nicht ganz ausgeschlossen werden. Das liegt daran, dass die Impfstoffe noch nicht lange genug auf dem Markt sind. Um weitere Erkenntnisse zu gewinnen muss abgewartet werden, bis die Beobachtungszeiträume entsprechend lang sind und eine ausreichend hohe Menge an Menschen geimpft wurde. 

Bei der möglichen Komplikation der Sinusvenenthrombosen im Zusammenhang mit einer Impfung mit AstraZeneca handelt es sich vermutlich um eine Autoimmun-Reaktion, ähnlich derer bei der Heparin-induzierten Thrombozytopenie (HIT). Hierbei werden Antikörper gegen Thrombozytenstrukturen gebildet, die zur Aktivierung und Aggregation der Thrombozyten führen, was zu Thrombosen in Kombination mit einer Thrombozytopenie (Mangel an Blutplättchen) führt.

 

RKI - Impfen - COVID-19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) 

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/122232/Thrombosen-nach-COVID-19-Impfung-Theorie-zur-Pathogenese-Testung-und-Therapie

Was meinen Sie dazu, dass der Impfstoff gegen Covid-19 zu einer Sterilität bei Frauen führen könnte? Kann der Impfstoff Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit haben? 

Ein Gerücht besagt, dass eine strukturelle Homologie zwischen einem Teil des SARS-CoV-2 Spike-Proteins und einem plazenta-assoziierten Protein (Syncytin-1) besteht (eine ähnliche, aber nicht identische Sequenz aus 5 Aminosäuren (VVLQN in Syncytin-1 vs. VVNQN) im Spike-Protein, entspricht einer Strukturähnlichkeit von ca. 0,75 %). Darüber hinaus ist diese Struktur für eventuelle Antikörper im Synzytiotrophoblast unterhalb der Oberfläche nicht erreichbar. Die Behauptung besagt, dass der Impfstoff dadurch eine Immunantwort nicht nur gegen das Corona-Spike-Protein, sondern auch gegen das Syncytin-1 in der Plazenta hervorrufen und so eine Infertilität verursachen könnte. Träfe dies zu, müsste auch oder erst recht eine Covid-19-Erkrankung zu einer Infertilität führen, da in diesem Fall die Antigen-Belastung der Patientin durch das Corona-Spike Protein und somit auch die potenzielle Antikörper-Bildung deutlich höher und unkalkulierbarer als im Falle einer Impfung wäre. Diese Behauptung ist höchst unwahrscheinlich und durch die bisherigen Erfahrungen mit an COVID-19 erkrankten Schwangeren nicht bestätigt.

 

https://www.uniklinikum-jena.de/geburtsmedizin_media/1_Wir+sind+f%C3%BCr+Sie+da/Impfung_unfruchtbarkeit.pdf

Wieso werden Schwangere nicht geimpft? 

Für eine Zulassung dieser Personengruppe bedarf es belastbare Daten, welche bislang noch fehlen. Eine solche randomisierte, verblindete, placebo-kontrollierte Phase 2/3 Studie wird beispielsweise gerade von BioNTech/Pfizer durchgeführt: https://www.clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT04754594?term=NCT04754594&draw=2&rank=1

 

Lebendimpfstoffe z.B. gegen Masern-Mumps-Röteln (MMR) sollten nicht während einer Schwangerschaft geimpft werden und nach der Impfung eines Lebendimpfstoff sollte eine Schwangerschaft für ca. einen Monat vermieden werden. Grund dafür ist, dass das Immunsystem von Schwangeren heruntergefahren ist, weil sie die zum Teil fremden DNA Bestandteile des Kindes tolerieren müssen. Diese Immunmodulation trägt dazu bei, dass Schwangere anfälliger für Infektionen sind und diese auch schwerer verlaufen können. Durch eine konnatale Rötelnembryofetopathie (CRS), also die Rötelninfektion des Fetus über die Plazenta der Mutter, kann vor allem im frühen Stadium der Schwangerschaft zu schweren Schädigungen des Kindes führen. Trotzdem ist eine versehentliche Impfung in oder kurz vor Schwangerschaft keine Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch. Bei vielen hundert dokumentierten Impfungen während bzw. kurz vor einer Schwangerschaft wurde kein erhöhtes Risiko für kongenitale Fehlbildungen festgestellt. 

 

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/AllgFr_AllgemeineFragen/FAQ08.html#:~:text=Impfungen%20mit%20einem%20Lebendimpfstoff%2C%20wie,f%C3%BCr%201%20Monat%20vermieden%20werden

https://www.gelbe-liste.de/gynaekologie/lebendimpfstoffe-schwangere 

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Roeteln.html;jsessionid=151D774AF4F8541C702FCCD315AC1758.internet062#doc2394074bodyText9 

Wie lange dauert es ca. bis man immun ist? Kann man sagen, wie lange die Immunität anhält? Muss ggf nach 6 Monaten nochmals geimpft werden? 

Für einen ausreichenden Impfschutz muss zweimal geimpft werden. Im Falle des Impfstoffes von Johnson& Johnson muss nur einmal für einen ausreichenden Impfschutz geimpft werden. Der in Studien dargestellte Impfschutz von 95% (Cormirnaty von Biontech/Pfizer) bzw. 94% (COVID-19-Impfstoff Moderna) tritt 7 bzw. 14 Tage nach der 2. Impfung ein. Beim AstraZeneca-Impfstoff dauert es ebenfalls einige Tage, bis die Schutzwirkung der Impfung eintritt. Mittlerweile ist weiterhin klar, dass man bei einem Impfintervall von 12 Wochen zur 2. Dosis den größtmöglichen Impfschutz erhält. Wie lange der Impfschutz anhält, ist derzeit noch nicht bekannt. Aufgrund der bisherigen Daten ist davon auszugehen, dass sowohl mRNA-, als auch Vektorimpfstoffe wie Totimpfstoffe wirken. Eine Boosterung nach 6-12 Monaten könnte sinnvoll sein, um die Dauer des Impfschutzes zu erhöhen.

 

https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/schutzimpfung/fragen-und-antworten.html#faq4652

Kann man sich auf die Wirksamkeit von beispielsweise 90 % verlassen? Manche Menschen schützen sich ja auch besser als andere und zudem wird sich ja auch das Risiko sich zu infizieren immer höher, durch die immer steigenden Zahlen weltweit. 

Die Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 zu erkranken, war bei den gegen COVID-19 geimpften Personen um 95% bzw. 94% geringer als bei den nicht geimpften Personen. Dazu ein Beispiel:  Man stelle sich vor, in einer Gegend mit vielen aktiven COVID-19-Fällen treten etwa 20 Fälle je 1000 Personen auf. Würde in dieser Gegend dann ein Teil der Bevölkerung geimpft werden, würden also 20 von 1000 ungeimpften Personen an COVID-19 erkranken, aber nur etwa 1 von 1000 geimpften Personen. Wenn eine mit einem COVID-19-Impfstoff geimpfte Person mit dem Erreger in Kontakt kommt, wird sie also mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erkranken. 

 

Quelle: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/gesamt.html

 

Wieso gab es bis jetzt noch keine mRNA-Impfstoffe, aber jetzt schafft es ein “StartUp” in 10 Monaten?   

Man kann BionTech/Pfizer kaum als Start Up bezeichnen. Biontech ist eine 2008 in Mainz gegründete Firma, die seit ihrer Gründung an mRNA basierten Medikamenten im Bereich der Krebsimmuntherapie forscht. Die Firma Pfizer ist ebenfalls ein schon seit langem existierender Pharmakonzern. Die Kooperation der beiden Firmen dient dem Informationsaustausch und der Zusammenarbeit, um gemeinsam mit auf langjähriger Erfahrung basierendem Wissen, einen mRNA basierten Impfstoff zu entwickeln. Die Gründer*innen der Firma BioNTech sowie Forscher*innen der Firma Moderna arbeiten schon seit über 20 Jahren an der mRNA-Technik. Kurz gesagt: alle an der Impfstoffentwicklung beteiligten Expertinnen und Experten arbeiteten enger zusammen und gestalteten die Prozesse effizienter, was zu einer deutlichen Optimierung der Verfahrensabläufe und einem Zeitgewinn in der Entwicklung geführt hat. Die Sicherheit des Impfstoffes leidet darunter aber sicherlich nicht. Für die Zulassung wurden alle für eine Bewertung der Sicherheit relevanten Untersuchungen durchgeführt. 


Die Langfassung gibt’s hier unter der 2. Frage: 
https://www.pei.de/DE/newsroom/dossier/coronavirus/coronavirus-inhalt.html?cms_pos=3

Design und Funktionsweise von mRNA-basierten Impfstoffen zum Schutz vor Infektionskrankheiten - Trillium GmbH Medizinischer Fachverlag

Wie kann sichergestellt werden, dass durch die vorhandene mRNA nicht zu viele Spike-Proteine hergestellt werden und der Körper davon „überflutet" wird - was ist das „Stop-Codon“?   

Die applizierte mRNA enthält nur die spezifische Sequenz für das gewünschte Antigen und nicht das gesamte Virus-Erbgut. Am 5‘- und 3‘- Ende der Sequenz befinden sich zudem untranslatierte Bereiche, am 5‘-Ende ist eine Cap- Struktur und am 3‘-Ende ein Poly-A-Schwanz angehängt. Auf diese Weise ähnelt die mRNA (am meisten) der in eukaryontischen Zellen normalerweise vorkommenden mRNA.  Nach der Translation im Zellinneren und entsprechend der Herstellung des Impfantigens wird die mRNA durch physiologische Prozesse wieder abgebaut, sodass es auch zum Stopp der Antigenproduktion kommt. 

 

mRNA-Vakzine: Impfen mit Genen | PZ – Pharmazeutische Zeitung (pharmazeutische-zeitung.de) 

Man hört immer wieder in den Medien, dass der Impfstoff von Biontech die DNA verändert! Ist da was dran? Es wird offiziell propagiert, dass die mRNA nicht in die DNA eingebaut werden kann. 

Laut dem Präsidenten des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), Professor Dr. Klaus Cichutek, muss man sich keine Sorgen machen, dass die mRNA in die DNA eingebaut wird. Damit ein Einbau in die menschliche DNA möglich wäre, müsste eine spezielles Protein (Reverse Transkiptase) die mRNA in DNA umschreiben. Darüber hinaus müsste die hergestellte DNA durch ein weiteres Protein (Integrase) eingebaut werden. Diese beiden Enzyme befinden sich weder in einer menschlichen Zelle, noch bringt SARS-CoV-2 sie mit.

 

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/warum-mrna-impfstoffe-nicht-das-erbgut-veraendern-121972/ 

Paul-Ehrlich-Institut - Homepage - Wie hoch ist die Gefahr der Integration von mRNA-Impfstoffen ins Genom? (pei.de)

Welche Adjuvantien enthält der Impfstoff? Sind diese nicht für mehr Nebenwirkungen verantwortlich als der  eigentliche Impfstoff? 

Einen “echtes” Adjuvans zur Wirkverstärkung der Impfung ist in dem Serum von BioNTech nicht enthalten. Der Stoff Polyethylenglykol (PEG), der die Lipid Nanoparticles stabilisiert ruft mutmaßlich die etwas erhöhte Rate von anaphylaktischen Reaktionen hervor(ca. 11 pro 1Mio ggü. 1:1Mio) und ist deswegen in der Kritik. Allerdings befindet sich PEG auch in vielen anderen Medikamenten und auch Kosmetika, evtl. findet darüber eine Sensibilisierung statt. 

Der Impfstoff enthält außerdem einige weitere sogenannte Hilfsstoffe. Dabei handelt es sich um ALC-0315, ALC-0159, 2-Distearoyl-sn-glycero-3 phosphocholin, Cholesterol, Kaliumchlorid, Kaliumdihydrogenphosphat, Natriumchlorid, Dinatriumhydrogenphosphat-Dihydrat, Saccharose, Wasser für Injektionen. 


https://www.pharmazeutische-zeitung.de/mehr-details-zum-biontech-impfstoff-122358/

 

Ebenso sind keine Adjuvantien in dem Impfstoff der Firma Moderna enthalten. https://www.infovac.ch/de/infovac/aktuell/950-impfstoffe-gegen-covid-19-zwischenergebnisse-zu-wirksamkeit-und-sicherheit

Wirkt die Impfung auch gegen die mutierten Virusvarianten?

Eine Studie zu Neutralisationstitern von Geimpften gegen die Varianten von BioNTech/Pfizer konnte beispielsweise zeigen, dass eine leichte Reduktion der Neutralisationsaktivität bei der britischen Variante B.1.1.7 (mittlerweile in Deutschland dominierend) vorliegt, die jedoch nicht sehr ins Gewicht fällt. „Das südafrikanische Virus hat tatsächlich eine Verringerung des Neutralisationstiters, aber auch nicht in einem Maße, dass man darüber jetzt gleich sehr große Sorgen hätte. Gegen Wildtyp, gegen B.1.1.7, also die englische Variante, gegen P1, die brasilianische Variante, und gegen 1.351, die südafrikanische Variante, ist der Durchschnittsneutralisationstiter 532, 663, 437 und 194.“ (Prof. Christian Drosten, NDR Info Podcast, Folge 80). Weiterhin muss man sich jedoch vor Augen führen, dass die Antikörper-Immunität nur einen Teil der Immunantwort darstellt. Insbesondere die T-Zellen beeinflussen den Schutz vor einem schweren Verlauf. Eine neue Studie zur T-Zell-Reaktivität konnte zeigen, dass deren Stimulation bei Geimpften (BioNTech & Moderna), sowie früher Infizierten sich nicht wesentlich zwischen den verschiedenen Varianten unterscheidet.

 https://www.ndr.de/nachrichten/info/coronaskript278.pdf; https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMc2102017; https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2021.02.27.433180v1;

 

Auch die Effektivität von AstraZeneca ist gegenüber B.1.1.7 nicht beeinträchtigt. https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=3779160

Eine Studie aus Südafrika berichtete zwar über den Verlust des Impfschutzes gegenüber der B.1.3.5.1-Mutante (21,9% gegen die milde oder moderate Erkrankung), diese Studie gibt allerdings keine Auskunft zur Verhinderung schwerer Verläufe. Zu schweren Verläufen bzw. Hospitalisierungen ist es in der beobachteten Population nicht gekommen.

https://www.ndr.de/nachrichten/info/76-Coronavirus-Update-AstraZeneca-Impfstoff-besser-als-sein-Ruf,podcastcoronavirus288.html#SuedafrikaMutanteWirksamkeit; https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2021.02.10.21251247v1